ASCOM Alpaca Teleskopsteuerung im AstroCube ONE

Wie die native ASCOM-Alpaca-Anbindung des AstroCube ONE die Integration in N.I.N.A., Ekos, KStars und andere Astro-Software ermöglicht.

AstroCube ONE CAD-Blueprint mit Kennzeichnung ASCOM Alpaca kompatibler Komponenten

Was ist ASCOM Alpaca?

ASCOM ist ein etablierter, herstellerübergreifender Standard für die Kommunikation zwischen astronomischer Hard- und Software – von Montierungen über Kameras bis hin zu Observatoriums-Zubehör wie Dachsteuerungen. Alpaca ist die moderne, netzwerkbasierte Weiterentwicklung dieses Standards und ermöglicht die Steuerung auch plattformübergreifend, etwa von Linux-basierter Software wie Ekos/KStars aus, die klassische Windows-COM-basierte ASCOM-Treiber nicht direkt nutzen können.

ASCOM Alpaca im AstroCube ONE

Ab der Ausbaustufe PRO ist der AstroCube ONE mit einer nativen ASCOM-Alpaca-Anbindung ausgestattet. Das bedeutet: Die Dachsteuerung des AstroCube ONE lässt sich als „Dome“-Gerät in gängiger Astrofotografie-Software wie N.I.N.A. (Nighttime Imaging 'N' Astronomy), Ekos oder KStars einbinden. Ein Imaging-Sequenzer kann so beispielsweise vor Beginn einer automatisierten Aufnahmeserie prüfen, ob das Dach geöffnet und sicher ist, und im Fehlerfall die Sequenz automatisch pausieren.

Sicherheitslogik bleibt lokal und hardwarebasiert

Wichtig zu verstehen: Auch wenn die Alpaca-Schnittstelle Steuerbefehle wie „Dach öffnen“ oder „Dach schließen“ entgegennimmt, bleibt die eigentliche Sicherheitsprüfung in AstroCube Control lokal und hardwarebasiert verankert. Geöffnet wird nur, wenn Wetterkanal, Park-Sensor, der physische E3-Wettersensor und der Dachstatus gleichzeitig grünes Licht geben – unabhängig davon, welcher Software-Client den Befehl sendet. Mehr zu diesem Dual-Check-Prinzip erklärt unsere Seite zum Remote-Observatorium.

Netzwerkbasiert statt COM-Port-gebunden

Da Alpaca auf Standard-Netzwerkprotokollen (REST über HTTP) statt auf klassischen seriellen COM-Ports basiert, lässt sich die AstroCube-ONE-Steuerung im lokalen Netzwerk ansprechen – etwa von einem Mini-PC direkt am Teleskop, einem Steuerrechner im Haus oder, über eine abgesicherte VPN-Verbindung, auch von unterwegs. Offene Ports ins öffentliche Internet sind dabei bewusst nicht vorgesehen; der Fernzugriff erfolgt ausschließlich über VPN.

Kompatible Software im Überblick

Zu den gängigen Astrofotografie-Programmen, die ASCOM Alpaca unterstützen und sich damit an den AstroCube ONE anbinden lassen, zählen N.I.N.A. unter Windows sowie Ekos und KStars unter Linux (z. B. auf einem Raspberry Pi via Astroberry oder Stellarmate). Zusätzlich informiert AstroCube Control per Telegram-Bot über Live-Status, Unwetterwarnungen und automatisierte Aktionen – unabhängig davon, welche Imaging-Software gerade aktiv ist. Wer wissen möchte, welche Ausbaustufe die ASCOM-Alpaca-Anbindung enthält, findet die Übersicht auf der Gartenobservatorium-Seite sowie im FAQ-Bereich, oder fragt direkt eine Konfiguration mit ASCOM Alpaca an.